Ungewöhnliche Plätze für ein Solarmodul

01.08.2010 | Author: Elizabeth Bourne | Posted in Bauen und Wohnen

Wer immer noch der Meinung ist, dass ein Solarmodul am besten auf einem Hausdach platziert ist um Strom zu erzeugen, irrt sich. An sehr ausgefallenen Orten kommt mittlerweile die umweltfreundliche Solartechnik zum Einsatz. International ist ein ungewöhnlicher Wettbewerb seit Ende der 70er im Gange. Solarmodul um Solarmodul wird seitdem auf den Tragflächen von speziellen Flugzeugen montiert. Inzwischen ist eine Weltumrundung mit einem solchen durch Solarstrom betriebenen Flugvehikel geplant. Die Anfänge waren allerdings sehr bescheiden. Mit dem Gossamer Penguin lernte das Solarmodul fliegen. Amerikanische Ingenieure hatten als Vorgänger den Gossamer Albatros konstruiert um einen Wettbewerb zu gewinnen. Es galt mit einem Flugzeug abzuheben, das nur von der Muskelkraft eines Menschen betrieben wurde. Dem Gossamer Penguin brachte das Solarmodul wenig. Die absolvierten Flugstrecken blieben hinter den Erwartungen. Die Module auf den Flügeln brachten immerhin eine Leistung von 541 Watt. Der rein durch Muskelkraft betriebene Albatros schaffte eine Überquerung vom Ärmelkanal, der immerhin knapp 40 Kilometer breit ist. Sein Nachfolger mit dem Moduli solari musste sich bei seinem einzigen öffentlichen Flug mit knappen drei Kilometern Flugsdistanz begnügen.

Als erstes Flugzeug das seinen Kraft aus dem Solarmodul holte, überquerte am 7.Juli.1981 die Solar Challanger den Ärmelkanal. Dieses Flugzeug stammte ebenso wie jedes darauf angebrachte Solarmodul aus amerikanischer Produktion. In Deutschland fanden zur selben Zeit ähnliche Arbeiten statt. Das ehrgeizige Projekt nannte sich Solair I. Zu dem damaligen Zeitpunkt hatten viele Verbraucher die Energiekrise bereits wieder vergessen und wenige Interesse an der Technik um das Solarmodul. Der Ingenieur Günther Rochelt wollte dies ändern und mit einem spektakulären Versuch zeigen, wie leistungsfähig das Solarmodul ist. Waren die Erfolge mit dem ersten Modell noch bescheiden, so konnte Solair II im Jahr 1996 von den technischen Fortschritten profitieren, was das Solarmodul, die Elektromotoren und die Batterien anging. Jedes Solarmodul bestand aus monokristallinen Siliziumzellen. 2012 will ein Team aus der Schweiz Nonstop die Erde mit dem Solarflugzeug Solar Impulse umrunden.

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